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10.05.2017

28. Schaffhauser Jazzfestival


2017 Programm

Kulturzentrum Kammgarn / Stadttheater/ Neustadt-Bar / TapTab Musikklub

Eröffnung Stadttheater Schaffhausen 

Mittwoch 10.5.

20.15 Uhr Julian Sartorius Solo

Der Beat ist das bestimmende Element im Leben von Julian Sartorius. 1981 in Thun geboren, fand er als Fünfjähriger zum Schlagzeug. Mit seinen Rhythmen, die Neue Musik, Hip-Hop und abstrakte Elektronika ausloten, zeigt Sartorius die Vielfalt und Möglichkeiten seines Instrumentes auf. Oft präpariert er das Schlagzeug, arbeitet mit ungewöhnlichen akustischen Sounds und erschliesst so Schlag um Schlag eine neue Klangwelt.

Julian Sartorius studierte u.a. bei Fabian Kuratli, Pierre Favre und Norbert Pfammatter an den Jazzschulen in Bern und Luzern und spielt mit Musikern wie Matthew Herbert, Shahzad Ismaily, Sylvie Courvoisier, Dimlite, Merz, Fred Frith, Sophie Hunger. Sartorius gewann verschiedene Preise – und 2014 war er für den ersten Swiss Music Prize nominiert. www.juliansartorius.com 

21.15 Uhr Andreas Schaerer The Big Wig - Hildegard Lernt Fliegen meets the Orchestra of the Lucern Festival Alumni

Hildegard Lernt Fliegen: Andreas Schaerer voc, trump, Andreas Tschopp tromb, Matthias Wenger sax,

fl, Benedikt Reising sax, bcl, Marco Müller b, Christoph Steiner dr, marimba, Orchestra of the LUCERNE

FESTIVAL ALUMNI conducted by Mariano Chiacchiarini

Im Sommer 2015 kreuzten sich bei LUCERNE FESTIVAL die Wege des Schweizer «Überjazz»-Sextetts «Hildegard Lernt Fliegen» um den Stimmakrobaten und «ECHO Jazz»-Preisträger Andreas Schaerer mit der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY und deren klassisch ausgebildeten Musiker. Für das Programm «The Big Wig» komponierte und orchestrierte Andreas Schaerer ein neues, rund einstündiges Werk für die sinfonische Besetzung. Nun geht das Stück auf Reisen. Gemeinsam mit dem Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI tourt Andreas Schaerer’s «Hildegard Lernt Fliegen» für einige ausgewählte Konzerte durch die Schweiz und Europa. Im Gepäck haben sie eine brandneue CD/DVD mit Live-Mitschnitten des Luzerner Auftritts die im Januar 2017 beim renommierten deutschen Label ACT Music erscheinen wird. www.hildegardlerntfliegen.ch 

Kulturzentrum Kammgarn

Donnerstag 11. 5.

20.15 Uhr Colin Vallon Trio

Colin Vallon p, Patrice Moret b, Julian Sartorius dr

Sie sind anders. Pianist Colin Vallon, Bassist Patrice Moret und Schlagzeuger Julian Sartorius verzichten auf spektakuläre Soli. Sie möblieren Räume mit ihrem Klang, sie schaffen Landschaften, sie illustrieren Gefühle. Feine Nuancen und Dynamikveränderungen, gelegentlich auch geräuschhafte Einsprengsel und Schwebezustände prägen die feingliedrig aufgenommenen Stücke. «Telepathy» der Titel eines der Stücke passt ausgezeichnet: Wer so eng verflochten musiziert, braucht telepathische Kräfte.

www.colinvallon.com/de/trio/ 

21.15 Uhr Fredy Studer - solo

Drums/Percussion

Fredy Studer zu seinem Solo: "Solo zu spielen hat mich bis vor wenigen Jahren nicht gross interessiert. Beim Musikmachen geht es vor allem um einen Dialog, ein Duo ist dafür die kleinste Form. Darum werden wir Musiker und Musikerinnen ja oft von Schriftstellern und bildenden Künstlerinnen beneidet, deren Auseinandersetzung meistens ein Monolog ist. Nun beschäftige ich mich seit etlichen Jahren mit dem Solospiel. Es wurde zur Herausforderung: ich brauche auf keine Mitspieler Rücksicht zu nehmen, erhalte aber auch keine Unterstützung oder Inspiration durch andere. Inzwischen ist das Solospiel für mich zur Notwendigkeit geworden, die ich nicht mehr missen will. Im Herbst 2018 erscheint das Solowerk Fredy Studer - eine Box mit drei bis vier LPs und einem Buch." http://www.fredystuder.ch 

22.30 Uhr Sarah Chaksad Orchestra

Sarah Chaksad as, ss, comp, Andreas Böhlen as, ss, cl, flute, Cédric Gschwind ts, flute, ss, Fabian Willmann ts, cl, bs, Lukas Wyss tb, Lukas Briggen tb, Lucas Wirz btb, Charles Wagner tp, Jonas Winterhalter tp, Octave Moritz tp, Julie Fahrer voc, Hagen Neye b, Michael Baumann p, Valentin Hebel g, Jan Schwinning dr Sarah Chaksad, 1983 geboren, ist Saxophonistin und schreibt als Komponistin auch die Musik für ihr 15-köpfiges Ensemble, das sie vor bald vier Jahren und noch im Masterstudium gegründet hat. Letztes Jahr erschien das erstes Album ihres Orchesters, "Windmond": neun Songs mit einer eigenen Handschrift und gegenwartsbezogen. Sarah Chaksad lässt es im Tutti knallen und kontrastiert dazu verschiedenste Kombinationen und feine Nuancen, in denen sie die Musiker solistisch brillieren lässt, sie führt Stimmen parallel und zuweilen geschickt auch kontrapunktisch. So hören wir eine Combo, die swingt, balladesk eine berührende Tiefe kreiert, aber auch mal mit einem rockigen Stück aufrüttelt – ein Orchester, das hellwach klingt und erstaunliche Reife offenbart. www.sarahchaksad.com 

Freitag 12. 5.

20.15 Uhr Christoph Irniger Pilgrim

Christoph Irniger, sax, Stefan Aeby p, Dave Gisler g, Raffaele Bossard b, Michi Stulz dr Das Quintett Pilgrim ist auf Entdeckungsreise, unterwegs in einem Abenteuer ohne Reiseführer, Risikoversicherung und Rückflugticket. Der dazugehörige Soundtrack oszilliert zwischen rätselhafter Selbstreflexion und wilden Eruptionen, wobei die Musiker einen vollen, dichten Rundum-Sound schaffen, der sich nur schwer kategorisieren lässt. Die Band, welche seit 2010 besteht, hat sich über die Jahre neu gruppiert und zu einem der aufregendsten Ensembles des jungen europäischen Jazz entwickelt.

www.christophirniger.com 

21.15 Uhr Florian Favre Trio

Florian Favre p, Arthur Hnatek dr, Manu Hagmann b

Mit den beiden Buchstaben ”Ur”, so der Titel seiner zweiten CD, will Florian Favre ”etwas Tiefes ausdrücken”, wie er bekennt. Neun neue Stücke hat der in Fribourg lebende Pianist seinem seit fünf Jahren bestehenden Trio auf den Leib geschrieben. Dabei sorgt er mit Einwürfen, Wendungen und plötzlichen Tempiwechseln allseits für Spannung. Sein melodischer Erfindungsreichtum scheint dabei unerschöpflich. Die beiden Mitspieler folgen ihm auf dem Fusse, kommen aber auch solistisch zur Geltung. Gemeinsam erzeugt das Trio einen hypnotischen Sog, dem sich der Hörer nicht entziehen kann.

Da hier alle Musiker gleichberechtigt agieren, ist es nicht vermessen, von einem ungewöhnlichen Klavier-Trio zu sprechen. www.florianfavre.com 

22.30 Uhr Luca Sisera ROOFER

Luca Sisera b, comp, Michael Jaeger ts, cl, Silvio Cadotsch tb, Yves Theiler p, Michi Stulz dr, guest: Isa Wiss voc

Beim Jazz Quintett „Luca Sisera ROOFER“ werden die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation nonchalant ausgelotet, überschritten und neu definiert. Die unterschiedlichsten musikalischen Elemente werden geschickt miteinander verkoppelt und so ein frisches, innovatives Ganzes kreiert. Ob im Kollektiv oder in solistischen Höhenflügen, ob in träumerisch-feinsinnigen oder in temporeich pulsierenden Passagen, stets ist da viel Offenheit, Versatilität, Gelassenheit und Passion für das Werk spür- und hörbar.

www.roofer-music.com 

Samstag. 13. 5.

20.15 Uhr Ghost Town

Joana Aderi voc, el., keys, Urs Vögeli g, Claude Meier b, Lukas Mantel dr, perc

Sechs Jahre lang deutete das Ghost Town Trio kommerzielle Pophits um und entführte die Millionenmusik ins Land der Improvisation. Heute lässt die Band American Roots Music à la Ghost Town erklingen, mit improvisatorischer Frische, fetten Grooves, Mut zur Kante und einem tabascoschwarzen Schuss Humor.

Neu mit dabei ist die Sängerin und Experimental-Elektronikerin Joana Aderi (u.a. Phall Fatale) und «Ghost Town» veröffentlicht mit ihr ein neues Album «No Depression In Heaven». Murderballads, Lovesongs, Seashanties und Lieder aus der Zeit der grossen Depression (1929). Grundstock der amerikanischen Blues- und Countrymusik der 1920er bis 40er Jahre. Urs Vögeli wühlte sich durch einschlägige Songbooks aus jener Zeit, komponierte neue Songs zu alten Texten oder reharmonisierte und arrangierte altes Liedgut um. www.ghosttwonmusic.ch 

21.15 Uhr Simon Spiess Trio feat. Nya "Stardance"

Simon Spiess sax, Bänz Oester b, Jonas Ruther dr, Nya voc

Mit ihrem Sound wandert die Simon Spiess-Formation durch die Nacht und tanzt mit den Sternen. Sie versteht es, Tradition und Moderne zu vereinen. Geradezu exemplarisch für diesen gekonnten Spagat zwischen Traditionsbewusstsein und der Suche nach neuen Formen ist der musikalische Gast auf dem neuen, im November eingespielten und im März 2016 erscheinenden Studio-Werk "Stardance". NYA, der Westschweizer Rapper und Spoken Word-Artist, wird auf dem Titelsongs zu hören sein. Eine Kollaboration, die nicht nur als Offenheit gegenüber Experimenten, sondern auch als Reminiszenz an die Nähe zwischen Bebop und Beat Generation beziehungsweise die frühen Anfangstage des Hip Hop, entstanden aus Jazz, Funk und rhythmisch vorgetragener Lyrik verstanden sein will.

www.simonspiesstrio.com 

22.30 Uhr Andres Jiminez Quintet - NIRODHA

Andres Jimenez p, comp, Antoine Brouze dr, Ninn Langel b, Jeff Baud – trump, fly, Manu Gesseney -asax

Gebunden durch gemeinsame Ansichten über Hingabe und musikalischen Geschmack spielt jedes einzelne Mitglied meisterhaft und ihr Zusammenspiel ist genial und von grosser Inspiration. Die Musik selbst kann als «post hard-bop» - Jazz, spielerisch, energisch und lyrisch zugleich qualifiziert werden.

www.marcosjimenez.net 

Neustadt-Bar

Freitag/Samstag 12./13. 5.

20.30 Uhr Franco Ambrosetti Quartett

Franco Ambrosetti flh, Gianluca Ambrosetti sax, Tony Arco dr, Gianluca Di Jenno Hammond B3

Franco Ambrosetti wurde am 10. Dezember 2016 75 Jahre alt. Vor 55 Jahren hatte der Tessiner seinen ersten Auftritt in einem Römer Jazzlokal. Bereits nach wenigen Jahren beeindruckte er mit seinem Trompetenspiel legendäre Jazzgrössen wie Charles Mingus und Stan Kenton derart, dass beide ihn engagieren wollten. Er schlug die Angebote aus. Heute ist er es, der Musiker von Weltruhm engagiert. Zu seinem Geburtstag hat sich Franco eine besondere Überraschung ausgedacht, mit der er die Liebhaber seiner Musik einmal mehr glücklich machen dürfte: «Ende Januar werde ich in den Enja Studios in Brooklyn, New York eine CD mit dem Kern des Sextett der letzten Jahre und langjährigen Gefährten aufnehmen.» Zum Konzert am Schaffhauser Jazzfestival meint Ambrosetti: «Jazzclubs sind für Musiker was Fitnesscenters für Sportler. Man probiert hier z.B. neue Stücke aus und ist von der Nähe zum Publikum beeinflusst. Ich werde Stücke aus meiner neue CD spielen und andere aus dem Repertoire, das ich in den 55 Jahren meiner Karriere gesammelt habe.» http://www.francoambrosetti.com 

Tap Tab Musikraum

Freitag 12. 5.

23.00 Uhr True

Daniela Sarda, voc, keys, Rico Baumann dr, keys, sounddesign, Martina Berther b, keys

Das «Future R&B» Duo TRUE ist wegen seines Namens nicht googlebar, hat sich aber mit der EP, Videos und einer Handvoll Singles innerhalb kurzer Zeit als eines der Aushängeschilder des elektronischen Pop der Schweiz etabliert. Mit «Wrapped In Air» erschien im Herbst 2016 TRUEs erstes Album auf dem umtriebigen Label «Mouthwatering Records». 10 Songs, leicht wie Luft und dunkel wie ein unmoralisches Angebot. Honigsüsse Melodien verkleben Dilemmas der Generation „why“ mit kargen elektronischen Beats. Elektronischer R&B, der seine europäische Herkunft nicht verleugnet und trotz 80er mund 90er flavour durch und durch im Jetzt verankert ist. www.truemusic.ch 

Samstag 13. 5.

23.00 Uhr JPTR

Andrina Bollinger voc, dr, Ramón Oliveras dr, voc

Hinter dem Duo, welches sich musikalisch auf Perkussion und Gesang beschränkt, verbirgt sich ein Zürcher Kreativ-Kollektiv welches Popmusik primär als Kommunikations- und Inszenierungswerkzeug versteht. Während Bands der „Generation Y“ sich typischerweise gerne mit sich selbst und den eigenen Gefühlen beschäftigen, sagen JPTR der Introspektion den Kampf an. Das für nächstes Jahr angekündigte, in Berlin aufgenommene Album verspricht einen international einmaligen Hybrid aus Avant Pop und Art Punk, der unter die Haut geht. www.jptr.band 

14. Schaffhauser Jazzgespräche 2017

Zusammenarbeit mit Hochschule Luzern – Musik, Zürcher Hochschule der Künste, Pro Helvetia und Schweizer Musik Syndikat SMS

Samstag, 13. Mai 13:00 –18:00, Eintritt frei, Hotel Rüden

Leitung: Sarah Chaksad, Programm in Arbeit

Jazzfestival 2016: RR Christian Amsler und Stadtpräsidentin Corinne Mauch ehren die grosse Schaffhauser Jazzmusikerin Irène Schweizer.

Tickets / Reservation
E-Mail: info@jazzfestival.ch
Festivalpass: Fr. 125.- Tickets: Fr. 46.-/30.- (Legi)
Vorverkauf: (ab. April) Musikhaus Saitensprung, Unterstadt 27, Schaffhausen - Starticket: www.starticket.ch
Info Internet: www.jazzfestival.ch
Facebook: www.facebook.com/Schaffhauser.Jazzfestival
Twitter: SHJazzfestival
Telefon: +41 52 533 26 72