Milton Ray Hartmann Stiftung

Milton Ray Hartmann (1898-1977), Gründer der gleichnamigen Stiftung, war ein Pionier des Schweizer Films. Sein Anliegen war schon früh die Nutzbarmachung dieser damals neuen Informationstechnologie für ein breites Publikum. Zu diesem Zweck gründete er sowohl das Filminstitut (heute educa.ch) wie die Stiftung. Letztere widmet sich verschiedenen Aktivitäten. So unterstützt sie etwa educa.chund verleiht den Multimediapreis «Die Goldene Maus».

Milton Ray Hartmann gründete am 14. Juni 1921 die gemeinnützige Genossenschaft «Schweizer Schul- und Volkskino» (SSVK). Er hatte das Potenzial des damals neuen Mediums Film erkannt. Mit Kofferkinoapparaten machte er es den Schulen schweizweit zugänglich – eine Pionierleistung in der Erschliessung neuer Technologien für die Bildung.

Rasche technische Neuerungen haben die Genossenschaft immer wieder an ihre finanziellen Grenzen gedrängt. Dem 35-Millmeter-Format folgten 1923 kurz aufeinander die neuen Formate in 16 und 9,5 Millimetern, 1932 die Filmbreite von 8 Millimetern und 1965 schliesslich das Super-8-Format. Parallel zu diesem Wettlauf der analogen Technologien keimte das digitale Zeitalter. 1958 bauten Jack Kilby und Robert Noice unabhängig voneinander die ersten integrierten Schaltkreise.

Im gleichen Jahr schuf Milton Ray Hartmann die «Stiftung zur Förderung des Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsfilms». Damit wollte er seiner inzwischen bald 40-jährigen Genossenschaft und ähnlichen gemeinnützigen Organisationen im öffentlichen Interesse eine dauerhafte Finanzierung sichern. Diesen Zweck hat die Stiftung im Zug des technologischen und gesellschaftlichen Wandels aufrechterhalten und laufend den veränderten Bedingungen angepasst. Heute unterstützt die Stiftung innovative Digitalisierungsprojekte in Schule und Unterricht.

Parallel dazu hat sich die ursprüngliche Genossenschaft zur heutigen Fachagentur Educa gewandelt. Sie unterstützt das Bildungssystem bei der Qualitätsentwicklung im digitalen Bildungsraum Schweiz. Unverändert ist die ausgeprägte Bereitschaft, Vertrautes zu hinterfragen und Unbekanntes zu wagen. Mut zum Ungewissen, Vorstellungskraft und Gestaltungswille sind Grundvoraussetzungen dafür. Ihnen sind alle Mitarbeitenden von Educa verpflichtet.

2021 feiert Educa 100 Jahre.
Educa wird 2021 100-jährig. Aus diesem Anlass laden wir zum Blick in die Zukunft ein. Wir machen Kreativität in Schule und Unterricht im digitalen Bildungsraum Schweiz sichtbar. Die Erfahrungen verarbeiten wir zu neuen Visionen und zeigen Möglichkeiten für die Umsetzung auf.

Dazu existiert die Webseite www.centanni.ch

Adresse
Erlachstrasse 21
3012 Bern

Rechtsform Stiftung
UID CHE-110.376.720
Handelsregister-Nummer
CH-035.7.016.361-8

Stiftungszweck
„Förderung der Produktion und Verbreitung der Kultur-, Dokumentar-, Jugend- und Unterrichtsmedien in der Schweiz; Erhaltung und weiterer Ausbau der Tätigkeit der gemeinnützigen Genossenschaft 'educa.ch Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur' und ähnlicher auf gemeinnütziger Grundlage im öffentlichen Interesse auf den Gebieten der Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsmedien tätiger Organisationen; Unterstützung des Personals von educa.ch; Stiftung eines Preises für die Auszeichnung einer besonderen Leistung auf dem Gebiet der Schweizer Medienproduktion.“

Die Milton Ray Hartmann-Stiftung unterstützt Schulen dort, wo sie den grössten Gestaltungsraum haben:
- Lernen entwickeln
- Kompetenzen stärken
- Organisation erneuern
Das ausgewogene Zusammenspiel dieser drei Achsen bestimmt auf lange Sicht die Qualität und Nachhaltigkeit der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Jedes Schulhausteam ist gefordert, sich bewusst mit den eigenen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. So kann im Gefüge der digitalen und analogen Variablen eine neue Kultur des Lernens und Lehrens heranreifen: Digitalität in Bildung.

Projektförderung 2020–2025
Der Stiftungsrat formuliert periodische Schwerpunkte im Sinn des Stiftungszwecks. Das Förderprogramm 2020–2025 orientiert sich am Fachbereich Medien und Informatik in den sprachregionalen Lehrplänen. Schulen mit innovativen Lehr- und Lernmethoden können sich um einen Förderbeitrag bewerben. Die Projektförderung orientiert sich an sechs Kriterien:

Zielsetzung: Das Projekt stimmt mit dem Förderprogramm überein.
Innovation: Das Projekt entwickelt und erprobt neue Ansätze, Konzepte, Methoden und Vorgehensweisen, betritt idealerweise Neuland.
Partizipation: Die Anspruchsgruppen sind an Entwicklung des Projekts beteiligt.
Wissens- und Erfahrungstransfer: Andere Schulen können die Erfahrungen aus dem Projekt nutzen.
Kontext: Das Projekt ist im sozialen und ökonomischen Umfeld der Schule verankert.

Anträge können durch Schulleitungen und kommunale Schulbehörden laufend eingereicht werden. Der Stiftungsrat entscheidet zwei Mal pro Jahr über die Vergabe der verfügbaren Mittel.

Stiftungsrat MRH:
alt RR Christian Amsler, Präsident, Schaffhausen
Dominik Landwehr, Vizepräsident, Winterthur
RR Monika Knill, Thurgau
Ronnie Dürrenmatt, Solothurn
Toni Ritz, Direktor educa
Nicole Böll, Protokoll, MRH
Jean-Marc Zehnder, Finanzen educa und MRH

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Bild vom Stiftungsgründer Milton Ray Hartmann (1898-1977)