Aktuelles / Notizen

04.08.2020

Coronavirus und Schulen


Aktuelle Informationen

 

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Aktuelle Informationen rund um Corona und Bildung Kanton Schaffhausen findet sich immer auf dieser Website > LINK

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5.8.2020

Richtlinien und Rahmenbedingungen für die nachobligatorischen Schulen (Kantonsschule, BBZ und HKV) für das Schuljahr 2020/21

Für das kommende Schuljahr 2020/21 gibt es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch weiterhin verschiedenen Punkte zu beachten, welche in einem Richtliniendokument zusammengefasst sind. Dieses legt die Rahmenbedingungen für die Schuljahresplanung fest, um einen möglichst hohen Grad an Präsenzunterricht im Vollbetrieb und ein Erreichen der Bildungsziele nach den gültigen Rechtsgrundlagen und Lehrplänen bei gleichzeitig möglichst hohem Gesundheitsschutz für alle Beteiligten zu gewährleisten. Die Richtlinien werden periodisch der aktuellen Lage angepasst.
 

Weisung betreffend Präsenzunterricht an den Bildungseinrichtungen der Primarstufe (Kindergarten und Primarschule), Sekundarstufe I und II sowie an der Tertiärstufe B im Kanton Schaffhausen für das Schuljahr 2020/2021 

Die Weisung des Erziehungsdepartements bildet die formelle Grundlage für den Erlass der beiden Richtlinien für die Volksschule sowie für die Sekundarstufe II und die Tertiärstufe B. Sie gilt für das Schuljahr 2020/2021 unter Covid-19. Mit dieser Weisung wird die Verordnung des Bundesrates über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie vom 19. Juni 2020 (SR 818.101.26) auf kantonaler Ebene − in Form der für die erwähnten Schulstufen verbindlichen Richtlinien − umgesetzt.

5.8.2020

Maskentragpflicht mit Ausnahmen in Schulen im nachobligatorischen Bereich (Kantonsschule, BBZ, HKV) 

Das Erziehungsdepartement hat heute die kantonalen Richtlinien und Rahmenbedingungen für den Unterricht im Schuljahr 2020/21 an den nachobligatorischen Schaffhauser Schulen unter Covid-19 erlassen. Zentrales Element dabei ist die Anordnung einer grundsätzlichen Maskentragepflicht mit definierten Ausnahmen, welche in Absprache mit dem kantonsärztlichen Dienst erfolgt und sowohl von den Leitungen der betroffenen Schulen wie auch vom Regierungsrat unterstützt wird. Ebenso sehen die Richtlinien vor, dass Lernende und Lehrpersonal mittels Selbstdeklaration bestätigen, dass sie nach den Ferien aufgrund von Auslandsreisen nicht unter die Quarantänebestimmungen des Bundes fallen.

Maskenpflicht mit definierten Ausnahmen

Die «Covid-Verordnung besondere Lage» des Bundes legt fest, dass auch in Bildungseinrichtungen die geltenden Abstandsregelungen einzuhalten sind, und nur davon abgewichen werden darf, wenn geeignete Schutzmassnahmen wie das Tragen von Gesichtsmasken oder das Anbringen zweckmässiger Abschrankungen vorgesehen werden. Weder an der Kantonsschule noch an den Berufsfachschulen BBZ und HKV ist eine konsequente Einhaltung der Abstände bei Vollbetrieb möglich. Auch eine Kanalisierung des Personenverkehrs in den Verkehrsflächen (Treppenhäuser, Gänge usw.) bei gleichzeitiger Beachtung der Distanzregel ist nur mit grossem Aufwand realisierbar.

Aus diesen Überlegungen und aufgrund der aktuellen Situation mit steigenden Fallzahlen in der Schweiz und im Kanton Schaffhausen gilt ab Montag 10. August an den Schaffhauser Schulen im nachobligatorischen Bereich (Kantonsschule, BBZ und HKV) sowohl für Lehrpersonen, Personal und Lernende bis auf weiteres ein Maskenobligatorium mit definierten Ausnahmen. Dieses findet Anwendung in sämtlichen Innenräumen (insbesondere auch in Gängen, Pausenräumen, sanitären Anlagen, etc.), wobei Ausnahmen vorgesehen sind:

- Aufhebung der Maskentragpflicht durch die Lehrpersonen ist möglich in Situationen, in denen die Abstandsregeln untereinander eingehalten werden können (grosse Klassenzimmer, Kleingruppen, in Büroräumlichkeiten)

- bauliche Massnahmen vorhanden sind (Schutzwände)

- Keine Maskentragpflicht der Lehrpersonen bei Frontalunterrichtsequenzen (jedoch bei 1:1-Kontakten mit Lernenden)

- Keine Maskenpflicht gilt für den Sportunterricht, welcher mit Einschränkungen stattfindet. Es muss weiterhin auf Sportarten mit intensivem Körperkontakt verzichtet werden.

- In den Kantinen gilt grundsätzlich ebenfalls Maskenpflicht, ausser während der Konsumation an den Tischen.

- Ausnahmen von der Maskentragepflicht aus medizinischen Gründen für Einzelpersonen können von den Schulleitungen bewilligt werden.

Da ein Grossteil der Lernenden mit dem öffentlichen Verkehr anreist und dort bereits eine Maskentragpflicht gilt, sind die Lernenden aufgefordert, grundsätzlich eigene Masken mitzubringen. Dabei sind auch wiederverwendbare, textile Masken zulässig. Bei Bedarf werden Hygienemasken den Lernenden wie auch dem Schulpersonal jedoch kostenlos von den Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Umsetzung der Quarantänebestimmungen, Selbstdeklaration

Im Zusammenhang mit der Rückkehr aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gelten auch im schulischen Kontext die Quarantänebestimmungen des Bundes, die konsequent durchgesetzt werden sollen. Um einer Ausbreitung von Covid-19 an Schaffhauser Schulen entgegenwirken zu können, ist es entscheidend, dass aus Risikoländern zurückkehrende Personen sich auch tatsächlich in Quarantäne begeben.

Um das Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Massnahme zu stärken, wird analog zu den Volksschulen auch an den Schaffhauser Berufsschulen und der Kantonschule eine Selbstdeklarationspflicht für Lehrpersonal und Lernende eingeführt. Darin bestätigen diese, Kenntnis von den geltenden Reise- bzw. Quarantänebestimmungen zu haben und diese einzuhalten. Absenzen aufgrund von Quarantäneanordnungen gelten für Lernende als entschuldigt. Für die Aufarbeitung des verpassten Unterrichtsstoffs sind die Lernenden selber verantwortlich.

Weitere Bestimmungen

Des Weiteren enthalten die Richtlinien ergänzende umzusetzende Hygiene- und Verhaltensmassnahmen für den Unterrichtsbetrieb sowie Bestimmungen für die Schulkantinen und schulische Veranstaltungen. Sie sind auf der Webseite Coronavirus in der Schule publiziert.

Der Regierungsrat, der kantonsärztliche Dienst und das zuständige Erziehungsdepartement sind überzeugt, mit diesen Bestimmungen einen vergleichsweise einfach umsetzbaren Beitrag zur Prophylaxe zu leisten und damit allfälligen Klassen- oder Schulschliessungen und einer damit verbundenen Rückkehr zum Distanzunterricht entgegenzuwirken. 

Die Pädagogische Hochschule, die seit Anfang August eine selbstständige Anstalt ist, wird über die dort geltenden Massnahmen später informieren. Das Studiensemester beginnt an der Pädagogischen Hochschule Mitte September.

4.8.2020

Regierungsrat beobachtet Covid 19 - Entwicklung
Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind seit Mitte Juli - auch im Kanton Schaffhausen - angestiegen. Der Regierungsrat beobachtet die Situation sehr genau und ist in Kontakt mit der Ostschweizer und der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz. Der Regierungsrat hat die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zur Kenntnis genommen. Eine allfällige Anordnung von weiteren einschränkenden Massnahmen auf Kantonsebene soll in enger Absprache mit den Nachbarkantonen erfolgen. Der Regierungsrat verfolgt die Entwicklung weiterhin sehr genau. Sollte sich die Situation verschärfen, so würde der Regierungsrat unter anderem die Anordnung einer Maskentragpflicht in Verkaufsgeschäften prüfen.
Für die Schulen im nachobligatorischen Bereich (BBZ, Kantonsschule, Handelsschule KV) wird morgen Mittwoch über die für den Schulbeginn geltenden Massnahmen informiert.

28.7.2020

Richtlinien Volksschule für das Schuljahr 2020/21 hinsichtlich Schulstart Sommer 2020

Für das kommende Schuljahr 2020/21 gibt es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch weiterhin verschiedenen Punkte zu beachten. Diese sind in der neuen Version - Unterricht an den Volksschulen ab Schuljahr 2020/21 - zusammengefasst. Die Richtlinien ersetzen die Version vom 9. Juni 2020 und treten per 14. Juli 2020 in Kraft. 
Im Zusammenhang mit der Rückkehr aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gilt sowohl für Lehrpersonen (Selbstdeklaration) wie auch für Eltern (Selbstdeklaration) mit ihren Kindern, sich unverzüglich nach der Einreise für 10 Tage in Quarantäne zu begeben und das Gesundheitsamt darüber zu informieren. Übersetzungen stehen hier zur Verfügung.

Hier geht es zum DOWNLOAD:

Richtlinien VS SH neu Sommer 2020

28.7.2020

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Neues Coronavirus: Quarantänepflicht für Reisende (gilt auch für Familien mit Kindern und Lehrpersonen > Bereich Schule)

In der Schweiz gilt Quarantänepflicht für Einreisende aus bestimmten Gebieten. Ein negatives Testergebnis verkürzt die Quarantäne nicht. Die kantonalen Behörden kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne mit Stichproben.

Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko

Vorgehen nach der Einreise

Informationen zur Quarantäne

Haushaltsmitglieder, die selbst nicht eingereist sind

Kontakte der kantonalen Behörden

Für Personen, die sich in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und in die Schweiz einreisen, besteht seit dem 6. Juli 2020 Quarantänepflicht (dies ist nicht nur eine Empfehlung).

Die rechtliche Grundlage dafür ist das Epidemiengesetz. Melden Sie Ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde. Wer sich einer Quarantäne entzieht oder die Meldepflicht nicht befolgt, begeht nach dem Epidemiengesetz eine Übertretung, die mit einer Busse von bis zu CHF 10 000 bestraft wird.

Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko

Die Liste der Staaten oder Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko ist auch in der Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs zu finden. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert, zuletzt am 23. Juli 2020 um Mitternacht (0:00 Uhr).

§ Argentinien

§ Armenien

§ Aserbaidschan

§ Bahrain

§ Besetztes Palästinensisches Gebiet (gilt seit dem 23. Juli)

§ Bolivien

§ Bosnien und Herzegowina (gilt seit dem 23. Juli)

§ Brasilien

§ Cabo Verde

§ Chile

§ Costa Rica (gilt seit dem 23. Juli)

§ Dominikanische Republik

§ Ecuador (gilt seit dem 23. Juli)

§ El Salvador (gilt seit dem 23. Juli)

§ Eswatini (Swasiland) (gilt seit dem 23. Juli)

§ Guatemala (gilt seit dem 23. Juli)

§ Honduras

§ Irak

§ Israel

§ Katar

§ Kasachstan (gilt seit dem 23. Juli)

§ Kirgisistan (gilt seit dem 23. Juli)

§ Kolumbien

§ Kosovo

§ Kuwait

§ Luxemburg (gilt seit dem 23. Juli)

§ Malediven (gilt seit dem 23. Juli)

§ Mexiko (gilt seit dem 23. Juli)

§ Moldova

§ Montenegro (gilt seit dem 23. Juli)

§ Nordmazedonien

§ Oman

§ Panama

§ Peru

§ Russland

§ Saudi-Arabien

§ Serbien

§ Südafrika

§ Suriname (gilt seit dem 23. Juli)

§ Turks- und Caicos-Inseln

§ Vereinigte Arabische Emirate (gilt seit dem 23. Juli)

§ Vereinigte Staaten von Amerika (inklusive Puerto Rico und US Virgin Islands)

19.6.2020

Coronavirus: Weitgehende Normalisierung und vereinfachte Grundregeln zum Schutz der Bevölkerung
Ab Montag, 22. Juni 2020, werden die Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus weitgehend aufgehoben. Einzig Grossveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten. Dies hat der Bundesrat aufgrund der anhaltend tiefen Fallzahlen an seiner Sitzung vom 19. Juni 2020 beschlossen. Alle öffentlich zugänglichen Orte müssen über ein Schutzkonzept verfügen. Der Bundesrat hat dafür die Vorgaben vereinfacht. Handhygiene und Abstandhalten bleiben die wichtigsten Schutzmassnahmen; der Bundesrat setzt weiterhin stark auf eigenverantwortliches Handeln.

Der Bundesrat hat ab dem 28. Februar 2020 Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus eingeleitet und bis am 21. März schrittweise verschärft. Ab dem 27. April hat er die Massnahmen in drei Schritten wieder gelockert. Auch in der Lockerungsphase sind die Zahlen der Neuinfektionen, der Hospitalisationen und der Todesfälle gesunken und haben sich auf tiefem Niveau stabilisiert.

Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen möglich
Der Bundesrat hebt in einem vierten Schritt die verbliebenen Einschränkungen per 22. Juni weitgehend auf. Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen sind wieder erlaubt. Das Nachverfolgen von Kontakten muss aber stets möglich sein. Der Veranstalter muss sicherstellen, dass die Zahl der maximal zu kontaktierenden Personen nicht grösser als 300 ist, etwa durch die Unterteilung in Sektoren. Die Kantone können diese Grenze auch herabsetzen. Grossveranstaltungen von mehr als 1000 Personen sind ab Anfang September wieder erlaubt, sofern sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtert. Dabei müssen die Teilnehmenden ebenfalls in Sektoren aufgeteilt werden.
In Restaurants besteht ab dem 22. Juni keine Sitzpflicht mehr. Der Bundesrat hat zudem die Sperrstunde für Restaurationsbetriebe, Discos und Nachtclubs aufgehoben.

Vereinfachte Grundregeln für alle
Der Bundesrat setzt nach den erfolgten Lockerungsschritten noch verstärkt auf eigenverantwortliches Handeln; die Menschen sollen weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Der Bundesrat hat zudem die Vorgaben für Schutzkonzepte vereinfacht und vereinheitlicht. Alle öffentlich zugänglichen Orte müssen über ein Schutzkonzept verfügen, auf spezifische Regeln für einzelne Kategorien von Betrieben, Veranstaltungen oder Bildungseinrichtungen wird verzichtet. Neu gelten dieselben Vorgaben für alle Konzepte; Musterschutzkonzepte gibt es keine mehr.
Der Mindestabstand zwischen zwei Personen wird angesichts der tiefen Fallzahlen von 2 Metern auf 1,5 Meter reduziert. Wenn die Distanz von 1,5 Metern während mehr als 15 Minuten nicht eingehalten werden kann, besteht ein erhebliches Ansteckungsrisiko. Der Abstand kann weiterhin unterschritten werden, wenn eine Maske getragen wird oder Trennwände vorhanden sind. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, zum Beispiel im Konzert oder im Kino, reicht das Leerlassen eines Sitzes. Falls an Veranstaltungen, Anlässen oder in Schulen die Distanzmassnahmen nicht möglich sind, müssen Kontaktlisten geführt werden. Damit ist bei einem positiven Fall das Nachverfolgen der Kontakte (Contact Tracing) sichergestellt.

Masken: im ÖV immer dabei haben, Pflicht an Demonstrationen
Masken können das Infektionsrisiko stark senken. Im öffentlichen Verkehr wird das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. Alle Reisenden sollen stets eine Gesichtsmaske bei sich tragen. An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahl teilnehmender Personen, es gilt aber eine Maskentragpflicht. Diese Änderung für politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen gelten bereits ab Samstag, 20. Juni 2020.

Home-Office-Empfehlung wird aufgehoben
Die Entscheidung darüber, ob die Arbeitnehmenden zu Hause oder im Büro arbeiten sollen, ist zukünftig dem Arbeitgeber überlassen. Die Home-Office-Empfehlungen werden aufgehoben, ebenso die Vorgaben zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen. Auch diese können wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist aber verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen. Es gilt das Arbeitsgesetz. Die vereinfachten Grundregeln gelten auch für das Gewerbe, die Industrie sowie öffentlich nicht zugängliche Dienstleistungsbetriebe. Schutzkonzepte sind hier nicht nötig.

Bewältigung eines Wiederanstiegs
Nach dem heute erfolgten Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage hat der Bundesrat über die Bewältigung einer allfälligen zweiten Welle eine Aussprache geführt. Im Gegensatz zur ersten Welle soll die Hauptverantwortung bei einem Wiederanstieg der COVID-19-Fälle bei den Kantonen liegen. Kantone, die eine Zunahme der Fallzahlen feststellen, sollen diese mit geeigneten Massnahmen bewältigen. Dabei sind diejenigen Massnahmen vorzuziehen, die sich als besonders wirksam gegen die Ausbreitung von Neuinfektionen erwiesen haben. Der Bundesrat hat zur Bewältigung einer zweiten Welle den Departementen eine Reihe von Aufträgen erteilt, etwa um rasch über detaillierte Daten zu verfügen oder die Versorgung mit den notwendigen Heilmitteln und Schutzausrüstungen sicherzustellen.
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung zudem den Schlussbericht des Krisenstabs des Bundesrats Corona (KSBC) zur Kenntnis genommen und beschlossen, diesen mit dem Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage aufzulösen. Der KSBC wurde vom Bundesrat am 20. März 2020 einberufen, um die Koordination mit den Departementen, der Bundeskanzlei, Kantonsvertretern und anderen Krisenstäben sicherzustellen.

merkblatt corona

10.6.2020

Die COVID-19 Grundprinzipien des BAG für den Präsenzunterricht an obligatorischen Schulen wurden vom Bund per 8. Juni 2020 aktualisiert. Aufgrund dessen mussten die kantonalen Richtlinien wiederum an einigen wenigen Stellen angepasst werden.
Diese Anpassungen, in den Richtlinien grau unterlegt, ziehen aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf in der Schulorganisation vor Ort nach sich. Denkbar, aber nicht zwingend, sind kurz-, mittel- oder längerfristig Korrekturen bei den lokalen Schutzkonzepten.

Die aktuelle Version ist auf der Website "Coronavirus Schule" zu finden. 

Freundliche Grüsse
Christian Amsler, Vorsteher Erziehungsdepartement

28.5.2020

Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den nachobligatorischen Bildungsinstitutionen 

Das Erziehungsdepartement hat Richtlinien betreffend die Wiederaufnahme des Präsenz-unterrichts an den Schaffhauser Schulen der Sekundarstufe II (Kantonsschule, BBZ und Handelsschule KV), der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen sowie weiteren Ausbildungsstätten erlassen. Aufgrund der restriktiven Vorgaben des Bundes bezüglich die Abstandsregelungen ist eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nur eingeschränkt möglich.

Der Präsenzunterricht ab 8. Juni 2020 wird eingeschränkt wieder stattfinden. Zwar ist er ab diesem Datum wieder erlaubt, die Vorgaben des Bundesrates für die betroffenen Schulstufen sind aber streng. Allgemein wird das Ansteckungsrisiko der Lernenden an den Berufsfachschulen von den Bundesbehörden als vergleichbar mit jenem der Erwachsenen taxiert. Für die Sekundarstufe II und die nachfolgenden Bildungsstufen gelten nach wie vor die «Grundprinzipien» vom 13. Mai 2020 des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). So gilt etwa ein Mindestabstand von zwei Metern bei allen interpersonellen Kontakten, und zwar nicht nur im Unterricht, sondern auch ausserhalb des Unterrichts. 

Die nachobligatorischen Bildungsanbieter sind vom Erziehungsdepartement angewiesen, den Präsenzunterricht nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der strengen Einschränkungen wieder aufzunehmen. Dies bedeutet, dass der Unterrichtsbetrieb ab 8. Juni 2020 nicht flächendeckend in vollem Umfang aufgenommen werden kann, sondern unterschiedlich je nach Klassengrössen, räumlicher Situation in den Bildungseinrichtungen und der Unterrichtsorganisation. Prioritär sollen zudem jene Klassen wieder für den Präsenzunterricht aufgeboten werden, welche in der Lockdownphase Schwierigkeiten mit dem Fernunterricht bekundeten. 

Bis zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erstellen die einzelnen Bildungsanbieter Schutzkonzepte, die den Vorgaben von Bund und Kanton sowie den örtlichen und schulspezifischen Gegebenheiten Rechnung tragen. In den kommenden Tagen legen die nachobligatorischen Schulen ihre konkrete Unterrichtsorganisation fest und sind für die Information an die Schülerinnen und Schüler, die Lernenden, Studierenden, die Lehrbetriebe wie auch das Schulpersonal besorgt.

20.5.2020

Coronavirus: Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung durch Bund und Kanton

Bern, 20.05.2020 - Der Bund unterstützt Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung, die infolge der Coronakrise Ertragsausfälle erlitten haben. Dazu hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 eine Verordnung erlassen. Der Bund verpflichtet die Kantone, den privaten Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung Finanzhilfen für Betreuungsbeiträge der Eltern zu gewähren, die ihnen in der Zeit vom 17. März 2020 bis 17. Juni 2020 entgangen sind. Er übernimmt ein Drittel der Kosten der Kantone. Dafür hat das Parlament einen Kredit von 65 Millionen Franken bewilligt.

Mit der Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) auf die familienergänzende Kinderbetreuung erfüllt der Bundesrat einen Auftrag des Parlaments. Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung sollen für den coronabedingten Ausfall von Elternbeiträgen entschädigt werden (20.3128 WBK-NR und 20.3129 WBK-SR «Bei der familienergänzenden Kinderbetreuung sind alle in der Pflicht»). Das Parlament hat dafür einen Kredit von 65 Millionen Franken bewilligt.

Ziel ist es, Schliessungen und Konkurse der Institutionen möglichst zu verhindern, damit das Betreuungsangebot den Eltern und der Wirtschaft nach der Coronakrise im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen wird.

Entgangene Betreuungsbeiträge werden kompensiert
Zur Bekämpfung des Coronavirus hat der Bundesrat am 16. März 2020 angeordnet, dass die Kantone die familienergänzende Kinderbetreuung für Kinder garantieren müssen, die nicht privat betreut werden können. Die Kantone haben die Massnahmen des Bundesrates unterschiedlich umgesetzt. Die einen haben die Kindertagesstätten verpflichtet, den Betrieb vollständig einzustellen, und haben andere geeignete Betreuungsangebote geschaffen. Die anderen haben die Kindertagesstätten angewiesen, ihren Betrieb in reduzierter Form weiterzuführen. Für private Betreuungsinstitutionen sind die dadurch entstandenen finanziellen Einbussen existenzbedrohend, weil ihre Einnahmen aus den Betreuungsbeiträgen der Eltern gesunken sind. Mit den Finanzhilfen werden nun die coronabedingten Ausfälle kompensiert, die den Institutionen in der Zeit vom 17. März 2020 bis 17. Juni 2020 entstanden sind.

Eckwerte der Verordnung
Kindertagesstätten, Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung und Strukturen für die Koordination der Betreuung in Tagesfamilien, die durch private Trägerschaften geführt werden, können Gesuche für Ausfallentschädigungen einreichen. Die Kantone bezeichnen die Vollzugsstellen, bei denen die Institutionen Gesuche einreichen können.
Die Ausfallentschädigungen decken die Elternbeiträge für Kinder, die in der Zeit vom 17. März 2020 bis 17. Juni 2020 nicht betreut wurden. Die Institutionen müssen den Eltern bereits bezahlte Beiträge für nicht in Anspruch genommene Betreuungsleistungen zurückerstatten.
Die Ausfallentschädigung deckt 100 Prozent der entgangenen Betreuungsbeiträge der Eltern. Leistungen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus, insbesondere Kurzarbeitsentschädigungen, werden von der Ausfallentschädigung abgezogen.
Der Bund beteiligt sich mit 33 Prozent an den Ausfallentschädigungen, welche die Kantone ausbezahlen.
Die Verordnung wird rückwirkend auf den 17. März 2020 in Kraft gesetzt. Sie gilt während sechs Monaten.
Der Vollzug obliegt den Kantonen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erlässt nach Anhörung der Kantone Richtlinien zu den Gesuchs-, Berechnungs- und Zahlungsmodalitäten.
Die Kantone informieren die Institutionen, sobald Gesuche eingereicht werden können. Sie entscheiden über die Gesuche und richten die Finanzhilfen aus.

12.5.2020

Der Kanton Schaffhausen und die Jakob und Emma Windler-Stiftung unterstützen gemeinsam die Kinderbetreuungseinrichtungen 

Mit den vom Regierungsrat am 24. März 2020 beschlossenen Härtefallbeiträgen hat der Kanton Schaffhausen früh ein wirksames Mittel zur Milderung von Einnahmenausfällen bei den Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen. Ergänzend zu dieser Massnahme wird die Jakob und Emma Windler-Stiftung die im Kanton Schaffhausen ansässigen Kinderbetreuungseinrichtungen mit 1 Million Franken unterstützen. Zusammen mit der Möglichkeit von Kurzarbeitsentschädigungen ist die Zukunft der Schaffhauser Kinderbetreuungseinrichtungen damit auf eine solide Basis gestellt. 

Für die Schaffhauser Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas, Horte und Krippen) wurden schon früh verbürgte Überbrückungskredite, Kurzarbeitsentschädigungen sowie kantonale Härtefallbeiträge bereitgestellt. Damit konnte im Kanton Schaffhausen das finanzielle Überleben der Kinderbetreuungseinrichtungen in der Corona-Krise rasch gesichert werden. Der Bundesrat hat ferner vor wenigen Tagen weitere Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung zugesichert. Details dazu wird der Bund am 20. Mai 2020 bekanntgeben. 

Langfristig sind die Kinderbetreuungseinrichtungen darauf angewiesen, dass ihre Belegungszahlen trotz der Corona-Krise nicht einbrechen. Aktuell besteht die Problematik, dass heute überwiegend die Eltern das finanzielle Risiko tragen, wenn sie den Empfehlungen des Bundesrates folgend ihre angemeldeten Kinder zu Hause betreuen. Eltern überlegen daher, ihre Kinder von der Kinderbetreuungseinrichtungen abzumelden oder von Neuanmeldungen abzusehen. Dem konnte bisher nicht flächendeckend entgegengewirkt werden. 

Die Jakob und Emma Windler-Stiftung beschloss, die Schaffhauser Kinderbetreuungseinrichtungen diesbezüglich zu unterstützen. Beiträge im Umfang von insgesamt 1 Mio. Franken sollen sie in die Lage versetzen, den Eltern das Kostenrisiko abzunehmen. Dadurch können Abmeldungen verhindert und der Entscheid für die Neuanmeldung von Kinder erleichtert werden. Im Ergebnis sollen die Belegungszahlen der Kinderbetreuungseinrichtungen langfristig stabilisiert und die Zukunft der Kinderbetreuungseinrichtungen gesichert werden. 

Der Regierungsrat begrüsst die Initiative der Jakob und Emma Windler-Stiftung ausdrücklich. Diese wurde in Absprache mit dem Regierungsrat ausgestaltet und ist eine wertvolle und wirksame Ergänzung der kantonalen Unterstützungsmassnahmen. Es ist ein schnelles und pragmatisches Verfahren vorgesehen. Damit ist sichergestellt, dass die Mittel mit sofortiger Wirkung zur Verfügung stehen. Allfällige Beiträge des Bundes würden später mit den Leistungen der Stiftung verrechnet. Der Kanton Schaffhausen und seine Fachstellen unterstützen die Jakob und Emma Windler-Stiftung bei der Umsetzung und koordinieren den Bezug der Bundesbeiträge.

7.5.2020

Im Kanton Schaffhausen wird ab heute das "Contact Tracing" wieder aufgenommen. Dabei werden Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, telefonisch kontaktiert, über die weiteren Schritte instruiert und beraten. Auch Personen, die in engem Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten stehen, werden kontaktiert. 

Nachdem die Zahl der mit COVID-19 infizierten Personen zurzeit rückläufig ist, wird das systematische "Contact Tracing" wie vom BAG empfohlen auch im Kanton Schaffhausen wieder aktiviert. Dies ermöglicht es, den eventuellen Krankheitsverlauf zu dokumentieren und die Begleitung und Betreuung der sich in Isolation befindlichen Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Zusätzlich werden die Kontaktpersonen, die in den 48 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen in engem Kontakt mit der infizierten Person standen, kontaktiert und im Rahmen der Quarantäne begleitet. Zu allen betroffenen Personen wird im Abstand von 5 Tagen Kontakt aufgenommen bis zur Beendigung der Isolation oder Quarantäne.

Der kantonsärztliche Dienst, weitere Mitarbeitende des Gesundheitsamts sowie bei Bedarf Fachpersonen und Freiwillige führen die Gespräche und dokumentieren die Resultate. Das BAG kann so zusammen mit den Gesundheitsämtern der Kantone das Ausmass der Ausbreitung evaluieren und die allfälligen Auswirkungen der Lockerungen beurteilen. Zudem können Krankheitsausbrüche rasch lokalisiert und eine Ausbreitung des Virus kann verhindert werden.

30.4.2020

Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts per 11. Mai 2020 in den Volksschulen des Kantons Schaffhausen 

Der Kanton hat Richtlinien und organisatorische Unterstützungsangebote für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts und die Umsetzung der Schutzmassnahmen an den Volksschulen erarbeitet. 

Am 11. Mai 2020 wird in den Volksschulen des Kantons Schaffhausen der Präsenzunterricht wieder aufgenommen. Die Kinder, vom Kindergarten bis hin zur Sekundarstufe I, kehren in die Schule zurück. Das nationale Schutzkonzept des Bundesrats zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen gibt den Kantonen den nötigen Spielraum für die Umsetzung. Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG und Erziehungsdirektorenkonferenz EDK soll auf Distanzvorschriften zwischen Schülerinnen und Schülern verzichtet werden. Nur so ist der Präsenzunterricht in der obligatorischen Schule möglich. 

Kantonale Richtlinien für den Schulstart vom 11. Mai 2020

Die Richtlinien, basierend auf dem nationalen Schutzkonzept des BAG, wurden unter Einbezug der Task Force Corona-Bildung, Vertretern der Stadt Schaffhausen, der Präsidien des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer LSH und des Schulleiterverbandes Schaffhausen VSLSH erarbeitet. Sie beschreiben die Eckwerte, welche für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts zu berücksichtigen sind. Die Richtlinien richten sich an die zuständigen Behörden in den Gemeinden und dienen als Grundlage für schulbezogene Schutzmassnahmen. Diese sind entsprechend der lokalen Gegebenheiten zusammen mit den Schulen zu organisieren. Des Weiteren regeln die Richtlinien Fragen des Personalwesens. Die Eltern werden zeitnah direkt vor Ort informiert. Es ist anzunehmen, dass gerade in den ersten Tagen der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nicht alle Eventualitäten bereits geregelt sind. Eine gewisse Phase der Eingewöhnung ist je nach Vorbereitungsstand der Gemeinde bzw. Schule wohl nicht zu vermeiden. 

Organisatorische Unterstützungsangebote

Zur Unterstützung der Gemeinden und Schulen bei der Umsetzung der Richtlinien wurde u.a. eine Lösung zur Überbrückung von personellen Vakanzen (bei Abwesenheit von Lehrpersonen der Risikogruppe) erarbeitet. Des Weiteren erscheinen im Laufe der nächsten Woche zwei Kurzfilme, in welchen die kantonalen Vorgaben für die Schülerinnen und Schüler aufbereitet werden. Die Filme sind als Unterstützung für die Präventions- und Aufklärungsarbeit der Lehrpersonen gedacht und können in den 1.-4. Klassen sowie in den 5. Klassen bis hin zu den 3. Klassen der Sekundarstufe I eingesetzt werden. 

In der verbleibenden Zeit bis zum 11. Mai 2020 und darüber hinaus geht es in den Gemeinden jetzt darum, den Präsenzunterricht vorzubereiten. Die Fachpersonen der Dienststelle Primar- und Sekundarstufe I unterstützen die Gemeinden in dieser Arbeit. 

titelbild richtlinien 2020 Richtlinien als DOWNLOAD

29.4.2020

Abschlussprüfungen an der Kantonsschule Schaffhausen finden statt 

Die Schaffhauser Kantonsschule wird die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen unter inhaltlicher Berücksichtigung der speziellen Situation wie geplant durchführen. Unter Einhaltung der gesundheitlichen Schutzmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung am Gymnasium und an der Fachmittelschule (FMS) reglementskonform abschliessen können. 

Der für diesen Entscheid zuständige Schaffhauser Erziehungsrat hat entschieden, dass die gymnasialen Maturitätsprüfungen im Kanton Schaffhausen nach dem heutigen Entscheid des Bundesrates in dieser Frage wie vorgesehen schriftlich und mündlich stattfinden. Das Gleiche gilt für die Abschlussprüfungen für den Fachmittelschulausweis und die Fachmaturität (FMS). 

Im Hinblick auf das künftige Studium an universitären Hochschulen und Fachhochschulen erscheint es richtig, die Ausbildung am Gymnasium und an der FMS mit den entsprechenden Abschlussprüfungen abzuschliessen. Dies umso mehr, wenn nicht übergeordnete Pandemieeinschränkungen die Durchführung von Prüfungen ausschliessen. Bei den Anforderungen an die Prüfungen wird auf die spezielle Situation mit dem Fernunterricht Rücksicht genommen. Die Kantonsschule Schaffhausen wird die bundesrätlichen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie einhalten. 

Die schriftlichen Prüfungen beginnen am 28. Mai 2020 (gymnasiale Matura und FMS). Die mündlichen Prüfungen finden wie immer kurz vor den Sommerferien statt. Umfragen in den weiteren Deutschschweizer Kantonen zeigen klar, dass viele Kantone die Maturitätsprüfungen analog dem Kanton Schaffhausen durchführen werden. 

Im Bereich der Berufsmaturität ist der Bund alleine für die Vorgaben in Sachen Abschlussprüfungen zuständig. Nach Konsultation der Verbundpartner der Berufsbildung (Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt) und der Hochschulrektorenkonferenz Swissuniversities hat der Bundesrat beschlossen, dass schweizweit auf kantonale Prüfungen der eidgenössischen Berufsmaturität verzichtet wird. Diese wird im Jahr 2020 gänzlich auf Erfahrungsnoten basierend erworben. Der Kanton Schaffhausen wird diese Vorgaben umsetzen.

28.4.2020

Der Schaffhauser Regierungsrat und Vorsteher des Erziehungsdepartements Christian Amsler (FDP) nimmt im Interview mit Susanne Loacker Stellung zu den drängendsten Fragen im Zusammenhang mit der Öffnung der obligatorischen Schulen am 11. Mai 2020. > Interview [Link]

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Bild: Selwyn Hoffmann, Schaffhauser Nachrichten

23.4.2020

Lockerungsplan
Berücksichtigte Kriterien:
- Risiko der Zunahme der Infektionen - Zunahme des Personenverkehrs
- Zunahme enge Personenkontakte - Zahl betroffene vulnerable Personen
- mögliche Schutzmassnahmen - Rückverfolgbarkeit der Kontakte
- Akzeptanz in der Bevölkerung - wirtschaftlicher Nutzen 

  1. Etappe 2. Etappe 3. Etappe
Wann? ab 27. April ab 11. Mai ab 8. Juni
BR-Entscheid: 16. April 29. April 27. Mai
Was?

Bau- und Gartencenter
Coiffeur-, Kosmetiksalons
Selfserviceeinrichtungen 
Arzt- und Zahnarztpraxen 
Physiotherapie, Massage 
alle Eingriffe in Spitälern 

obligatorische Schulen
alle Einkaufsläden
Märkte

Versammlungen von mehr als fünf Leuten
Mittelschulen, Berufsschulen
Hochschulen, Unis
Museen, Bibliotheken
Zoos, botanische Gärten

16.4.2020

Bundesrat lockert schrittweise Massnahmen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus
Ab dem 27. April 2020 können Spitäler wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Der Schutz des Publikums und der Arbeitnehmenden muss dabei sichergestellt sein. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. April entschieden. Wenn es die Entwicklung der Lage zulässt, sollen am 11. Mai die obligatorischen Schulen und die Läden wieder öffnen. Am 8. Juni sollen dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen. Der Bundesrat hat zudem den Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmenden präzisiert.

Aufgrund der epidemischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft, lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus. Um Planungssicherheit zu schaffen, gibt er auch bekannt, wie er die weiteren Lockerungsschritte bis Anfang Juni plant.
Für die Reihenfolge der Lockerungen hat der Bundesrat mehrere Risikofaktoren berücksichtigt. Dazu gehören die Zunahme enger Personenkontakte, die Zunahme von Personenströmen, die Zahl der betroffenen vulnerablen Personen oder die Möglichkeit Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem hat der Bundesrat den wirtschaftlichen Nutzen der einzelnen Lockerungen bewertet.


Schutz der Gesundheit und Vermindern der wirtschaftlichen Schäden
Der Bundesrat verfolgt mit der Lockerungsstrategie mehrere Ziele: Er will weiterhin in erster Priorität die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung schützen, insbesondere der besonders gefährdeten Personen. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Diese können je nach Branche eine Empfehlung oder Pflicht zum Maskentragen beinhalten. Der Bundesrat will weiter die wirtschaftlichen Schäden möglichst gering halten und die Einschränkungen der Grundrechte wo möglich verringern. Die Strategie soll schweizweit einheitlich und unter Berücksichtigung der Massnahmen der Nachbarländer umgesetzt werden.

Erste Etappe am 27. April 2020
In der ersten Etappe lockert der Bundesrat ab dem 27. April die Massnahmen bei Einrichtungen, die nur eine geringe Anzahl direkter Kontakte aufweisen, Schutzkonzepte einfach umsetzen können und keine bedeutenden Personenströme verursachen. Die Massnahmen im stationären medizinischen Bereich werden gelockert, Spitäler dürfen wieder alle Eingriffe vornehmen. Ebenso können ambulante medizinische Praxen ihren normalen Betrieb wiederaufnehmen und wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen. Dazu gehören unter anderem Praxen für Zahnmedizin, Physiotherapie und medizinische Massage. Damit sollen auch negative Folgen verhindert werden, die durch einen Verzicht auf Behandlungen und Untersuchungen entstehen könnten.
Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt können ebenfalls wieder öffnen, zum Beispiel Coiffeurgeschäfte, Massagepraxen, Tattoo-Studios und Kosmetiksalons. Geöffnet werden auch Bau- und Gartenfachmärkte sowie Gärtnereien und Blumenläden. Zudem können auch unbediente öffentliche Einrichtungen wie Waschanlagen wieder öffnen. Schliesslich wird die Limitierung auf den engen Familienkreis bei Beerdigungen wieder aufgehoben.

Ab dem 27. April werden zudem die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben. Wenn sich Güter des täglichen Bedarfs und weitere Güter auf der Verkaufsfläche der Lebensmittelläden befinden, dürfen sie verkauft werden.

Zweite und dritte Etappe: 11. Mai und 8. Juni 2020
In der zweiten Etappe sollen ab dem 11. Mai die obligatorischen Schulen sowie die Einkaufsläden und Märkte wieder öffnen. Den Entscheid darüber will der Bundesrat am 29. April fällen. Am 8. Juni sollen in einem dritten Schritt die Mittel-, Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat am 27. Mai beschliessen. Über weitere Etappen hat der Bundesrat noch keine Beschlüsse gefasst. Ab wann Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, entscheidet er in einer seiner nächsten Sitzungen.

Etappen je nach Entwicklung der Epidemie
Der Übergang von einer Etappe zur nächsten erfolgt dann, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg von COVID-19-Fällen gekommen ist. Zwischen den einzelnen Schritten muss genügend Zeit verstreichen, um die Auswirkungen der Lockerungen beobachten zu können. Kriterien sind die Anzahl Neuinfektionen, Spitaleinweisungen und Todesfälle sowie die Spitalbelegungszahlen.
Sobald die Fallzahlen in der Schweiz ausreichend gesunken sind, werden die Kantone die konsequente Rückverfolgung von Infektionsketten wieder aufnehmen: infizierte Personen sollen frühzeitig entdeckt, behandelt und isoliert, die Übertragungsketten eruiert und weitere Übertragungen verhindert werden. Dazu werden eine erweiterte Teststrategie, ein Contact Tracing-Konzept und eine App entwickelt, die über Kontakte mit infizierten Personen informiert. Die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene bleiben gültig und wichtig. Besonders gefährdete Personen sollen weiterhin zu Hause bleiben.

Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmenden
Bei der schrittweisen Öffnung gewisser Dienstleistungen und Betriebe sollen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umfassend geschützt werden. Der Bundesrat hat deshalb die Definition der besonders gefährdeten Personen und die Schutzmassnahmen präzisiert.
Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit. Ist die Präsenz vor Ort unabdingbar, muss der Arbeitgeber die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet. Ist eine Arbeitsleistung zuhause oder vor Ort nicht möglich, hat der Arbeitgeber die Person unter Lohnfortzahlung freizustellen. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen, das aufzeigt, weshalb eine angestellte Person zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehört.

Der Bundesrat hat aufgrund der epidemiologischen Situation den Kanton Tessin ermächtigt, die Einschränkungen von Wirtschaftsbranchen bis am 26. April zu verlängern.

9.4.2020

Halten Sie Abstand und bleiben Sie zuhause - auch über Ostern 

Der Regierungsrat appelliert eindringlich an die Bevölkerung: Befolgen Sie auch über die Ostertage die Empfehlungen und Vorgaben des Bundesrats. Der Regierungsrat und die Kantonale Führungsorganisation bitten die Bevölkerung, an diesem Wochenende nicht zu verreisen. 

Für die Bevölkerung gilt weiterhin: Bleiben Sie zuhause! Wenn Sie das Haus verlassen, dann nur alleine oder mit Personen, die in ihrem Haushalt leben. Machen Sie dort einen Spaziergang, wo sich keine Gruppen von Menschen aufhalten. Aber vergessen Sie dabei nicht, dass auch draussen die Abstandsregeln jederzeit eingehalten werden müssen. Solidarität ist weiterhin wichtig, um die Situation unter Kontrolle zu halten. 

Die Corona-Hotline des Kantons Schaffhausen ist über das Osterwochenende aufgrund der rückgängigen Anrufzahlen nicht geöffnet. Bei medizinischen Notfällen ist die Notrufnummer 144 zu wählen. Bei Fragen und Unklarheiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus steht rund um die Uhr die Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Verfügung: 058 463 00 00. Wichtige Informationen sind zudem auf www.sh.ch/corona zu finden. 

Der Regierungsrat wünscht trotz der speziellen Situation allen Schaffhauserinnen und Schaffhausern ruhige und besinnliche Ostertage. Gleichzeitig dankt er allen, welche auch über diese Tage zum Wohl der Gemeinschaft im Einsatz sind.

7.4.2020

Coronavirus: Gesuche im Kulturbereich können eingereicht werden 

Der Kultursektor ist sehr stark von der Ausbreitung des COVID-19-Virus und den behördlichen Massnahmen zu deren Eindämmung betroffen. Aus diesem Grund haben der Bundesrat und auch der Kanton Schaffhausen ein Massnahmenpaket für die Kultur beschlossen. Die finanziellen Hilfen stehen bereit. Soforthilfen und Ausfallentschädigungen können bei der Fachstelle für Kulturfragen des Kantons Schaffhausen beantragt werden. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Leistungsvereinbarung mit dem Bundesamt für Kultur abgeschlossen. 

Der Bund hat Massnahmen im Umfang von 280 Mio. Franken beschlossen für Soforthilfen für nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen und Kulturschaffende, Ausfallentschädigungen für gewinnorientierte und nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich. 

Der Kanton Schaffhausen stellt 5 Mio. Franken für den Kultur- und Sportbereich zur Verfügung. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den von den Kantonen zugesagten Ausfallentschädigungen. Insgesamt stellt der Bund gemäss der abgeschlossenen Leistungsvereinbarung für den Kanton Schaffhausen Soforthilfen (zinslose rückzahlbare Darlehen) in Höhe von rund 0,8 Mio. Franken und Ausfallentschädigungen (Kulturunternehmen und Kulturschaffende) in Höhe von rund 1,2 Mio. Franken zur Verfügung. 

Gesuche von Schaffhauser Kulturunternehmen und Kulturschaffenden für Soforthilfen und Ausfallentschädigungen können entweder elektronisch an kulturhilfe@sh.ch oder postalisch an die Fachstelle für Kulturfragen des Kantons Schaffhausen, Herrenacker 3, 8200 Schaffhausen eingereicht werden (für die Gesuchseinreichung muss in jedem Fall das entsprechende Formular verwendet werden). Unter www.kulturraum.sh sind alle Informationen für die Gesuchseinreichung aufgeschaltet. 

Die Task Force Kultur des Erziehungsdepartementes (bestehend aus dem Vorsteher des ED, dem Departementssekretär des ED und dem Leiter der Fachstelle für Kulturfragen) beurteilt die Anträge und unterbreitet sie dem Regierungsrat zum abschliessenden Entscheid.

6.4.2020

Unterstützung Kultur CORONA bereit! Der Kultursektor ist sehr stark von der Ausbreitung des COVID-19-Virus und den behördlichen Massnahmen zu deren Eindämmung betroffen. Aus diesem Grund hat der Bundesrat am 20. März 2020 ein Massnahmenpaket im Umfang von 280 Millionen für die Kultur beschlossen. Die finanziellen Hilfen stehen bereit und können bei den Kantonen bzw. dem Verein Suisseculture Sociale und den Laienkulturverbänden beantragt werden.

3.4.2020

Videobotschaft Vorsteher ED zur Corona Situation und zu den anstehenden Oster- und Frühlingsferien

rr amsler videobotschaft

Offener Brief AL in Sachen Krippen, Kitas und Horte - Reaktion und Antwort Erziehungsdepartement 

In einem offenen Brief an den Regierungsrat beschreibt die AL die zunehmend problematische Situation für Krippen, Kitas und Horte sowie Erziehungsberechtigte, welche ihre Kinder zu Hause betreuen, vertraglich jedoch noch an Leistungen von Betreuungseinrichtungen gebunden sind. 

Diese Problematik wurde keinesfalls vergessen, wie die AL in ihrem Schreiben suggeriert. Entsprechende Massnahmen zur Unterstützung in diesem Bereich sind im Erziehungsdepartement schon seit längerer Zeit intensiv in Diskussion. Zeitgleich hat der Bundesrat bekanntlich Massnahmen zur Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung in Aussicht gestellt. Bis anhin liegt allerdings leider noch kein Entscheid des Bundesrates vor. 

Der Regierungsrat und das Erziehungsdepartement sind sich einig, dass eine nationale Koordination entsprechender Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung durch den Bundesrat dringend notwendig ist. Die grossen gemeinsamen Bemühungen von Bund und Kantonen in den letzten Jahren im Bereich Impulsgebung für eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf würden einen empfindlichen Rückschlag erleiden und zu einer von niemandem gewollten Schwächung von Krippen, Kitas und Horten führen. Unterschiedliche Lösungen in den Kantonen oder innerhalb der Kantone führen zu einer unnötigen Verunsicherung und letztendlich zu einer nicht erwünschten Ungleichbehandlung der Betroffenen.

Aufgrund dieser Überlegungen war das Schaffhauser Erziehungsdepartement bis anhin zurückhaltend mit der Installation einer spezifischen Lösung für den Kanton Schaffhausen und wartete die diesbezügliche Massnahme des Bundesrats ab. 

Sollte sich der Bundesrat gegen entsprechende Massnahmen für die ganze Schweiz entscheiden und solche weiterhin den Kantonen überlassen, wird das Erziehungsdepartement zeitnah dem Regierungsrat einen Vorschlag im Rahmen der Härtefallentschädigung der vom Regierungsrat beschlossenen Verordnung über Sofortmassnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise (vom 24. März 2020) beantragen.

1.4.2020

Organisation des Unterrichts und der Betreuungsangebote während der Frühlingsferien > In einer heute veröffentlichten Weisung hält das Erziehungsdepartement fest, was während der anstehenden Frühlingsferien mit Bezug auf den Unterricht auf Distanz (Fernunterricht) und das schulische Betreuungsangebot gilt. 

ostern low 2020

Schulisches Betreuungsangebot auch während der Frühlingsferien
Nachdem der Präsenzunterricht landesweit bis zum 19. April 2020 verboten wurde, haben die Gemeinden – auf die lokalen Verhältnisse angepasst – ein schulisches Betreuungsangebot für den Kindergarten und die Primarschule organisiert. Dieses wird auch während der Schaffhauser Frühlingsferien in den Kalenderwochen 16 und 17 aufrechterhalten, wobei die Osterfeiertage und Wochenenden davon ausgeschlossen sind. Aktuell nutzen kantonsweit rund 70 Kinder diese Notbetreuung. 

Zusätzlicher Betreuungsbedarf an Kitas, Krippen und Horten
Für Erziehungsberechtigte, die während der Corona-Krise vorübergehend ihr Arbeitspensum aufstocken müssen und dadurch einen erhöhten Bedarf an externer Kinderbetreuung haben, übernimmt der Kanton Schaffhausen die zusätzlich entstehenden Kosten. Betroffen von dieser Regelung sind Eltern, die in einem systemrelevanten Beruf (Gesundheitswesen, Blaulichtorganisationen etc.) arbeiten und ihr Kind in einer vom Kanton bewilligten Institution betreuen lassen. Weiterführende Informationen sind auf der Seite www.sh.ch/corona à Betreuungseinrichtungen zu finden.

Kein Unterricht auf Distanz (Fernunterricht) während der Schulferien
Während der anstehenden Schulferien findet für sämtliche Stufen kein Unterricht auf Distanz statt. Die Lehrpersonen sollen jedoch diese unterrichtsfreie Zeit auch dazu nutzen, um die Zusammenarbeit innerhalb des Teams zu optimieren und die Inhalte für eine allfällige Verlängerung des Fernunterrichts aufzubereiten. Die Koordination und Organisation obliegen den zuständigen Schulleitungen resp. Vorstehenden. 

Die Eltern werden mit einem Schreiben des Erziehungsdepartements informiert. Dieses wird durch das Schweizerische Arbeiterhilfswerk Schaffhausen (SAH) und die Integrationsfachstelle der Region Schaffhausen (Integres) in 18 Sprachen übersetzt. 

Bei pädagogischen, fachlichen, technischen oder personalrechtlichen Fragen stehen die Dienststellen des Erziehungsdepartements weiterhin beratend und unterstützend zur Verfügung. 

Wie es mit dem Unterricht bei Schulbeginn nach den Frühlingsferien am 27. April 2020 weitergeht, hängt vom Entscheid des Bundesrates ab. 

Inputs für den Familienalltag
Die aktuelle Situation stellt insbesondere für Familien eine Herausforderung dar. Für die Ausgestaltung und Strukturierung der Schulferien können Eltern auf einer elektronischen Plattform (www.sh.ch/corona à Bildungswesen) Ideen holen. 

Umstellung auf Fernunterricht nur dank hohem Engagement möglich
In dieser aussergewöhnlichen Situation nimmt das Erziehungsdepartement erfreut zur Kenntnis, dass die Umstellung von Präsenz- zu Fernunterricht mit wenigen Ausnahmen innert Kürze engagiert umgesetzt wurde. Die Verantwortlichen des Erziehungsdepartements bedanken sich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für den ausserordentlichen Einsatz.

30.3.2020

Frühlingsferien-Setting bezüglich Fernlernen und Betreuung: Eine kantonale Weisung betreffend Frühlingsferien folgt im Verlauf dieser Woche.

Die NZZ am Sonntag hat gestern Sonntag nur eine Kurzform eines Zitats zum Fernlernen während der Frühlingszeit gedruckt, das ich noch abgesegnet hatte. Dies verändert meine Aussage ziemlich stark in die eine Richtung. Die Medien bringen leider allzu oft nur die halbe Wahrheit. Ich wurde zum Thema Frühlingsferien von der NZZ am Sonntag befragt und konnte sogar noch das Zitat gegenlesen, wie das üblich ist. Darum hier der ganze Wortlaut meiner Aussage zum besseren Verständnis meiner Meinung: 

„Der Schaffhauser Bildungsdirektor Christian Amsler (fdp) findet zwar persönlich, dass der Unterricht auf Distanz in den Frühjahrsferien in angemessenem Umfang aufrechterhalten bleiben sollte. Für die Jugendlichen und Kinder und die Familien sei ein strukturierter Alltag mit sinnvoller Beschäftigung in dieser Zeit der ausserordentlichen Lage wichtig. Im Übrigen lege das Coronavirus Covid-19 auch keine Ferien ein. Trotzdem bräuchten die Kinder unbedingt auch einmal eine Lernpause. „Und auch die Lehrerinnen und Lehrer leisten Grossartiges! Sie brauchen ebenfalls eine Pause, um sich auf die immer wahrscheinlicher werdende Verlängerung des Fernlernens über den 19. April hinaus vorzubereiten.“

26.3.2020

Seit gestern läuft nun das optimierte Betreuungsangebot an den Schulen und Kitas, Krippen, Horten. Alle relevanten Informationen dazu finden sich unter der oben angegebenen Webseite Corona Bildung. Dort findet man auch die Direktlinks zu den Gemeinden und Schulen vor Ort. Organisationsspezifische Informationen für die Schule in der eigenen Gemeinde findet man so rasch und unkompliziert.

Der Regierungsrat fordert die Erziehungsberechtigten auf, Betreuungsangebote nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn sie zwingend darauf angewiesen sind. Kranke Kinder sind konsequent daheim zu betreuen, bis sie wieder vollständig gesund sind.

Übersetzung des Elternbriefes ED zur Betreuung in 18 Sprachen 

Durch eine tolle Zusammenarbeit mit dem SAH und Integres konnten wir den wichtigen Elternbrief Betreuung in 18 Sprachen (!) übersetzen und auf der Corona Bildung Seite des Kantons verlinken. Das war mir persönlich wichtig und wurde ganz toll umgesetzt! Da wurde von allen Beteiligten und natürlich v.a. auch von den Übersetzerinnen und Übersetzern ein unglaublicher Effort geleistet. Ich habe mich selber einmal etwas durch die Sprachen durchgeklickt. Beeindruckend! Und dazu stellt auch das BAG die Hygienemassnahmen in zusätzlichen Sprachen zur Verfügung.  

elternbriefe

23.03.2020

HÜT IM GSPRÖCH - Zugeschaltet via FaceTime
Zu Gast: Regierungsrat Christian Amsler, Vorsteher Erziehungsdepartement

Diese Woche wird beim Schaffhauser Fernsehen der Coronavirus thematisiert. Heute ist RR Christian Amsler, der Vorsteher des Erziehungsdepartements zu Gast. Bei uns spricht er über die A