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10.03.2016

Kick-Off Jugendförderung


Bundesprogramm Kanton Schaffhausen

Der Kanton Schaffhausen beteiligt sich am Bundesprogramm 2016 - 2018 zur Jugendförderung.

Heute findet im Kronenhof die Kick-Off Veranstaltung für die Gemeinde- und Medienvertreter statt.

Hier ein Kurzbeschrieb des Programms:

Kantonales Programm Kinder- und Jugendpolitik 2016–2018; Leistungsvereinbarungen mit dem Bund nach Art. 26 KJFG

Schutz, Förderung und Partizipation

Ab 1. Januar 2013 in Kraft: Bundesgesetz über die Förderung der ausserschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendförderungsgesetz, KJFG)

Darauf gestützt kann der Bund (Partner : Bundesamt für Sozialversicherungen, Kinder- und Jugendfragen, 3003 Bern ) Finanzhilfen nach Art. 26 KJFG während acht Jahren nach Inkrafttreten des KJFG für Programme zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der kantonalen Kinder- und Jugendpolitik (Schutz, Förderung, Partizipation) gewähren.

Die Kantone können während höchstens drei Jahren mit maximal Fr. 450'000.– und höchstens 50 Prozent der anrechenbaren Kosten unterstützt werden.

Die Steuerungsgruppe Jugendpolitik, die kantonale Jugendkommission, die kommunalen Jugendbeauftragten sowie Fachstellen aus den Bereichen Schutz und Förderung sehen in diesem Programm eine grosse Chance für den Kanton Schaffhausen.

Schaffhausen wird fachlich begleitet durch das Institut für Soziale Arbeit IFSA, der Fachhochschule St. Gallen (FHSG)

25. Februar 2015 Workshop mit 40 Akteuren aus den Bereichen Schutz, Förderung und Partizipation statt. Dazu gehörten kommunale Jugendbeauftragte (Gemeinderäte/-innen), Fachpersonen aus Kinder- und Jugendschutz sowie der Offenen Jugendarbeit, Jugendkommissionsmitglieder und Vertretungen aus Verwaltung, Schule und Jugendparlament. Die geplanten Programmaktivitäten wurden an der Veranstaltung diskutiert und die Ergebnise konnten ins Programm einfliessen. Die Programmerarbeitung wurde vom Bund mit Fr. 25'000.– für das Jahr 2015 finanziell unterstützt.

10 Programmaktivitäten, die für die Jahre 2016 – 2018 vorgesehen sind und die Verbesserungen in folgenden Punkten bezwecken:

1. Steuerung der Kinder- und Jugendpolitik,

2. Erfassung von Angeboten /  Koordination von Angeboten / Information über Angebote,

3. Vernetzung von Akteuren

4. Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Folgende Programmaktivitäten gilt es umzusetzen:

1. Entwickeln eines kantonalen Konzepts für die Kinder- und Jugendpolitik 2017 – 2020.
2. Unterstützung von Gemeinden in der Entwicklung von kommunalen und regionalen Kinder- und Jugendkonzepten.
3. Stärkung von bestehenden und Aufbau von neuen Jugendkommissionen.
4. Weiterentwicklung des Informations-, Unterstützungs- und Beratungsangebots für kommunale Jugendbeauftragte.
5. Koordination des Kinder- und Jugendschutzes.
6. Aufbau eines Kompetenzzentrums Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Schaffhausen.
7. Vernetzung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Schaffhausen.
8. Aufbau eines Netzwerks der Jugendverbände.
9. Aufbau einer Informationsplattform: Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien.
10. Verankerung von Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Folgende Grundsätze sind wegleitend für die Erarbeitung und Umsetzung des Programms:

Nachhaltige Verankerung in den bestehenden Strukturen, indem wichtige politische und fachliche Akteurinnen und Akteure in sorgfältig geplante partizipative Entwicklungsprozesse eingebunden werden;

Erschliessen und Nutzen vorhandenen Fachwissens in Kanton, Gemeinden und Or-ganisationen sowie gezielter Beizug unabhängigen Expertenwissens;

Verankerung sinnvoller Mitwirkungsgegenstände und -formen für die Hauptzielgruppen Kinder und Jugendliche in den konzeptuellen Grundlagen und Planungen;

effizienter, kontrollierter und längerfristig effektiver Mitteleinsatz.

Das Programm entspricht den im Legislaturprogramm 2013 – 2016 und den Schwerpunkten der Regierungstätigkeit.

Steuerungsgruppe Jugendpolitik, Regierungsrat Christian Amsler (Vorsitz), Regierungsrätin Ulla Hafner-Wipf, Stadtrat Simon Stocker, Gemeindepräsident Fredy Kaufmann, Gemeinderätin Simone Matzinger, Gemeinderat Christian Di Ronco, Geschäftsführung Michaela Hänggi (Kantonale Jugendbeauftragte)

Finanzen:

Die strategische Leitung des Programms übernimmt die Steuerungsgruppe Jugendpolitik. Die Koordination des Programms wird von zwei Mitarbeitende des Erziehungsdepartementes übernommen. Diese koordinieren und begleiten alle Programmaktivitäten, organisieren die Jahreskonferenzen und informieren über die Aktivitäten. Für diese Aufgaben stehen total 60 Stellenprozente zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt durch Verschiebung der Schwerpunktsetzungen bestehender Pensen innerhalb der Verwaltung (30 %) sowie durch Programmgelder des Bundes (30 %).

Die Gesamtkosten des Programms werden auf Fr. 900'000.– beziffert, wobei rund Fr. 238'500.– in Form von "Eigenleistungen" seitens des Erziehungsdepartementes sowie der Stadt Schaffhausen erbracht werden sollen.

Geht man von einem maximalen Beitrag des Bundes von Fr. 450'000.– aus, so verbleiben dem Kanton und den Gemeinden Kosten von Fr. 211'500.–.

Zur Finanzierung des Programms werden für die Rechnungsjahre 2016, 2017 und 2018 je Fr. 15'000.– aus der bestehenden Position der Jugendkommission (2205.318.5043) entnommen (Total Fr. 45'000.–). Die Gemeinden sollten pro Jahr Fr. 10'000.– an Beiträgen (Total Fr. 30'000.–) erbringen. Die verbleibenden Kosten von jährlich Fr. 45'500.– (total rund Fr. 136'500.–) würden dem Lotteriegewinn-Fonds entnommen, der entsprechende Betrag ist im Budget 2016 unter Position 7251.361.1390 eingestellt.